Wenn sich bei Ihren Pflanzen die Blätter einrollen, können unterschiedliche Faktoren Schuld daran sein. In diesem Fall sollten Sie schnell handeln. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, warum die Blätter sich einrollen und was Sie dagegen unternehmen können.

Deshalb rollen sich die Pflanzenblätter ein – die Ursachen

Rollen sich an Ihrer Pflanze die Blätter ein, kann dies durch den Boden und die Pflanzenwurzeln kommen oder auch durch äußere Einflüsse. Dazu zählt beispielsweise Schädlingsbefall. Um das Rollen zu stoppen, sollten Sie sich die Pflanze ganz genau ansehen und so schnell wie möglich die Ursache herausfinden. Das können Gründe für das Einrollen sein:

  1. Das Einrollen der Blätter weist bei vielen Pflanzen auf ein Ungleichgewicht im Wasserhaushalt hin. Das kann zum Beispiel Wassermangel sein. Sollten Sie die Pflanze auch nach dem Einrollen der Blätter nicht gießen, fallen sie einfach von der Pflanze ab.
  2. Durch die eingerollten Blätter versucht die Pflanze, den Mangel an Wasser auszugleichen. Scheint Sonne auf die Pflanze, dann verdunstet von den eingerollten Blättern deutlich weniger Wasser.
  3. Ebenso kann die Ursache im Boden liegen. Möglicherweise ist der Salzgehalt zu hoch oder einige Wurzeln weisen Beschädigungen auf. Ein Nährstoffungleichgewicht kann der Pflanze auch zusetzen.
  4. Die Pflanze kann von Schädlingen befallen sein, was sich dann durch eingerollte Blätter bemerkbar macht. Bei jeder Pflanze kommen unterschiedliche Arten von Schädlingen in Betracht.
  5. Beispielsweise rollen Rosen die Blätter ein, sofern ein Befall der Rosenblattrollwespe vorliegt. Eingerollte Blätter bei Liguster können hingegen auf einen Blattlausbefall hindeuten.

Eingerollte Blätter – das können Sie dagegen tun

Je nachdem, welche Ursache für die eingerollten Blätter verantwortlich ist, müssen Sie anders vorgehen. Deshalb müssen Sie sich die Pflanze ganz genau ansehen, bevor Sie eine Gegenmaßnahme einleiten.

  1. Wenn die betroffene Pflanze unter Wassermangel leiden sollte, müssen Sie diese aus dem Kübel nehmen und den Wurzelballen in Wasser stellen. Das müssen Sie so lange machen, bis keine Luftblasen mehr austreten. Wiederholen Sie diesen Vorgang einige Tage hintereinander. Achten Sie danach darauf, die Pflanze richtig zu gießen.
  2. Einen Schädlingsbefall können Sie mit verschiedenen Präparaten bekämpfen. Solche Mittel gibt es zum Beispiel in der Sprühflasche. In manchen Fällen ist auch eine biologische Bekämpfung durch den Einsatz von bestimmten Fliegen sinnvoll. Ist die Rose von der Rosenblattrollwespe befallen, dann hilft es jedoch nur, wenn Sie die befallenen Blätter abschneiden und so eine Ausbreitung verhindern.
  3. Damit Sie nichts falsch machen, sollten Sie sich im Gartenfachgeschäft beraten lassen. Dort kann Ihnen ein fachkundiger Mitarbeiter die korrekte Vorgehensweise erläutern, die für Ihre Pflanze passend ist.
  4. Liegt es an einem Nährstoffungleichgewicht oder einem übermäßigen Salzgehalt im Boden, so kann eine Überdüngung schuld sein. Deshalb müssen Sie beim Einsatz von Dünger in jedem Fall auf die Angaben des Herstellers achten und die Pflanze nicht bei trockenem Boden düngen. Die darin enthaltenen Salze können der Pflanze schaden.

Sofern bereits Schäden an Ihrer Pflanze entstanden sind, da Sie diese falsch gedüngt haben, sollten Sie so vorgehen: Versuchen Sie, die überschüssigen Düngesalze mit lauwarmem Wasser aus dem Boden zu waschen. Je nachdem, um welche Jahreszeit es sich handelt, kann auch das Umtopfen in frische Erde empfehlenswert sein.