Bei Kurkuma handelt es sich um eine Wurzel, die in der indischen Volksmedizin eingesetzt wird. Kurkuma wird gerne für unterschiedliche Gerichte verwendet und ist sehr gesund. Nachfolgend erfahren Sie, ob Sie Kurkuma auch roh zu sich nehmen dürfen und wie man die Wurzel am besten verarbeitet.

Kurkuma roh essen – so geht es

Besonders in Südostasien isst man die Wurzel sehr gerne roh und frisch.

  1. Sie müssen das Kurkuma in einem Mörser zermahlen und dann zu einer würzigen Paste weiterverarbeiten. Diese können Sie anschließend für ein Currygericht nutzen.
  2. Die Wurzel hat einen leicht bitteren aber auch nussigen Geschmack. Wenn Sie mögen, können Sie die Pflanze in kleine Stücke schneiden oder reiben und als Gewürz benutzen. In der Regel können Sie Kurkuma genau wie Ingwer verwenden.
  3. Häufig wird Kurkuma als Pulver verkauft. Die frische Variante ist nicht so weit verbreitet. Das Pulver können Sie im Reformhaus oder auch einem asiatischen Geschäft kaufen.
  4. Besonders gut geeignet ist Kurkuma zum Verfeinern asiatischer Speisen und Gemüsecurrys. Hierfür würzen Sie einfach das Gericht mit dem Kurkuma-Pulver.
  5. Ebenso haben Sie die Möglichkeit, das Pulver in fertige Sandwiches oder belegte Brötchen zu streuen. Wenn Sie eine kleine Menge nehmen, wird der Geschmack nur schwach beeinträchtigt.

Kurkuma – wichtige Informationen über die asiatische Wurzel

In Asien wird die Wurzel schon seit vielen tausend Jahren angebaut und gilt in diesem Teil der Welt als ein sehr gesundes und wichtiges Gewürz.

  1. Besonders auffällig ist die Kurkuma-Wurzel mit der intensiven gelben Färbung. Diese entsteht durch den Inhaltsstoff Kurkumin. Die Wurzel der Kurkuma-Pflanze verwendet man entweder frisch oder als getrocknetes Pulver. Der höchste Anteil an Kurkumin ist aber in der rohen Wurzel vorhanden.
  2. Wenn Sie das Kurkuma verarbeiten möchten, sollten Sie bei der rohen Wurzel auf Ihre Haut aufpassen. Das Kurkumin kann Ihre Haut nämlich dauerhaft gelb färben und lässt sich nur schwer abwaschen. Mit dem Pulver der Pflanze können Sie hervorragend Speisen einfärben.
  3. Die Kurkuma-Wurzel soll dabei helfen, Krebs vorzubeugen und verhindern, dass sich Metastasen bilden und verbreiten. Um die Mitochondrien in den Krebszellen zu zerstören, müssen Sie 3,6 Gramm Kurkumin einnehmen.
  4. Ebenso soll Kurkumin die Symptome von Alzheimer aufhalten. Wenn Sie keine außergewöhnlichen Gewürze in Ihren Speiseplan integrieren möchten, können Sie den Wirkstoff auch in Form von Tabletten einnehmen.
  5. Weiterhin wird durch das Kurkumin die Produktion von Gallenflüssigkeit angeregt und somit die Verdauung angekurbelt. Auch die Fettverbrennung kann sich dadurch verbessern, weshalb Sie Kurkuma bei einer Diät anwenden können.
  6. Mit einem hohen Cholesterinspiegel erhöht sich auch das Krankheitsrisiko. Mit der Einnahme von 500 Milligramm Kurkumin am Tag können Sie den Cholesterinspiegel in kurzer Zeit wieder auf ein normales Niveau senken. Um 500 Milligramm zu sich zu nehmen, sollten Sie allerdings auf Tabletten und Nahrungsergänzungsmittel mit Kurkumin zurückgreifen.
  7. Kurkuma kann Arthrose zwar nicht heilen, aber die Lebensqualität deutlich verbessern. Die Wurzel kann helfen, einen Gelenkverschluss vorzubeugen und hilft somit nicht nur bei bereits bestehender Arthrose. Bei anderen Krankheiten wie Rheuma, hohem Blutzucker, Leberbeschwerden, Gallenbeschwerden und Arthritis kann sich Kurkuma positiv auswirken.
  8. Sie können Kurkuma ergänzend zu konventionellen Therapien einnehmen. Wenn Sie sich in dieser Hinsicht unsicher sind, sollten Sie zuerst mit Ihrem Arzt sprechen. In der Schwangerschaft sollten Sie in jedem Fall auf medizinisches Kurkuma verzichten. Weiterhin dürfen Kinder unter 12 Jahren kein Kurkumin zu sich nehmen.
Tipp:  Rezept für Glühwein - so machen Sie das Getränk selber

Goldene Milch – Kurkuma zum Trinken

Bei der sogenannten “Goldenen Milch” handelt es sich um ein mittlerweile sehr beliebtes Getränk mit Kurkuma. So bereiten Sie den Trunk zu: Sie benötigen 250 ml Milch und im Verhältnis 2:1 Kurkuma und Ingwer. Nach Ihrem Geschmack können Sie noch Kokosöl, Pfeffer oder auch Zimt hinzugeben. Alle Zutaten kommen gemeinsam in den Mixer, sodass die Wurzeln ordentlich zerkleinert werden. Nun kochen Sie alles einmal auf und lassen die Mischung für ein paar Minuten köcheln. Sieben Sie das Gemisch anschließend und geben die goldene Milch in ein Glas.