Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Schilddrüse angreift und eine Unterfunktion verursacht. Eine gesunde Ernährung kann dazu beitragen, die Symptome von Hashimoto zu lindern und den Hormonhaushalt zu regulieren. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Lebensmittel bei Hashimoto empfehlenswert sind und welche vermieden werden sollten.

  1. Essen Sie nährstoffreiche Lebensmittel: Eine Ernährung mit vielen Nährstoffen kann helfen, den Körper bei der Bekämpfung von Entzündungen und der Stärkung des Immunsystems zu unterstützen. In der Regel sollten Sie auf eine Ernährung achten, die reich an Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, fettarmen Proteinen und gesunden Fetten wie Avocado, Nüssen und Samen ist. Wichtige Nährstoffe für die Schilddrüse sind Jod und Selen, die in Fisch, Nüssen, Eiern, Meeresfrüchten und Pilzen enthalten sind.
  2. Vermeiden Sie glutenhaltige Lebensmittel: Eine glutenfreie Ernährung kann bei Hashimoto helfen, da viele Menschen mit der Krankheit eine Glutenunverträglichkeit haben. Glutenhaltige Lebensmittel wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer können zu Entzündungen im Darm führen, die die Symptome von Hashimoto verschlimmern können. Glutensensitivität kann auch die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen und zu einer Verschlechterung der Schilddrüsenfunktion führen.
  3. Vermeiden Sie entzündungsfördernde Lebensmittel: Bestimmte Lebensmittel können Entzündungen im Körper fördern und sollten bei Hashimoto vermieden werden. Dazu gehören zuckerhaltige Lebensmittel, verarbeitete Lebensmittel, Transfette, künstliche Süßstoffe und alkoholische Getränke. Stattdessen sollten Sie auf eine Ernährung achten, die reich an Antioxidantien und entzündungshemmenden Nährstoffen ist, wie z. B. Omega-3-Fettsäuren, Curcumin und Quercetin.
  4. Achten Sie auf Ihre Jodzufuhr: Jod ist ein wichtiger Nährstoff für die Schilddrüse.  Hierbei ist es jedoch wichtig, die Zufuhr zu kontrollieren, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden. Eine übermäßige Jodzufuhr kann die Schilddrüsenfunktion verschlechtern und die Symptome von Hashimoto verschlimmern. Lebensmittel wie Seetang, Meeresfrüchte und Milchprodukte enthalten viel Jod und sollten in Maßen konsumiert werden. Wenn Sie eine Jodergänzung einnehmen, sollten Sie dies nur unter ärztlicher Aufsicht tun.
  5. Vermeiden Sie Soja-Produkte: Produkte aus Soja sollten bei Hashimoto vermieden werden, da sie die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen beeinträchtigen können.
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Richtige Lebensmittelwahl bei Hashimoto

Wie bereits erwähnt, ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung bei Hashimoto besonders wichtig. Es gibt einige Lebensmittel, die besonders gut für Betroffene geeignet sind, und andere, die vermieden werden sollten.

Empfohlene Lebensmittel bei Hashimoto

  • Gemüse: Betroffene sollten auf eine ausreichende Aufnahme von Gemüse achten, insbesondere von dunkelgrünem Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl oder Brokkoli. Auch bunte Gemüsesorten wie Paprika oder Karotten sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
  • Obst: Frisches Obst ist ebenfalls wichtig für eine gesunde Ernährung bei Hashimoto. Sehr empfehlenswert sind Beeren, Äpfel und Bananen.
  • Fisch: Fisch ist eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und daher bei Hashimoto helfen können. Besonders geeignet sind fettreiche Sorten wie Lachs oder Hering.
  • Fleisch: Auch Fleisch sollte in Maßen auf dem Speiseplan stehen, da es wichtige Nährstoffe liefert. Besonders geeignet ist mageres Fleisch wie Hühnchen oder Pute.
  • Vollkornprodukte: Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln oder Quinoa sind reich an Ballaststoffen und halten länger satt. Sie sollten daher bevorzugt werden.
  • Milchprodukte: Milchprodukte enthalten wichtige Nährstoffe wie Kalzium und Vitamin D, die besonders bei Hashimoto wichtig sind. Betroffene sollten jedoch auf fettarme Produkte zurückgreifen, um den Fettgehalt in der Ernährung zu reduzieren.

Lebensmittel, die vermieden werden sollten

  • Glutenhaltige Lebensmittel: Bei Hashimoto kann es zu einer Glutenunverträglichkeit kommen, weshalb Betroffene auf glutenhaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln oder Pizza verzichten sollten.
  • Sojaprodukte: Soja kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und sollte daher bei Hashimoto vermieden werden.
  • Zucker und Süßigkeiten: Zu viel Zucker kann zu Entzündungen im Körper führen und sollte daher reduziert werden. Süßigkeiten sollten nur in Maßen gegessen werden.
  • Alkohol: Alkohol belastet die Leber und kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Betroffene sollten daher auf Alkohol verzichten oder ihn zumindest stark reduzieren.
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Die richtige Ernährung kann Symptome lindern

Bei Hashimoto ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung besonders wichtig, um den Körper zu unterstützen und Entzündungen zu reduzieren. Eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen wie Jod, Selen, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren kann dabei helfen, die Schilddrüsenfunktion zu unterstützen und die Symptome von Hashimoto zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, auf individuelle Bedürfnisse und Unverträglichkeiten zu achten und gegebenenfalls einen Arzt oder Ernährungsberater zu konsultieren.