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Im Backofen räuchern – so ist es möglich

Räuchern Backofen

Um Fisch oder Fleisch zu räuchern, brauchen Sie nicht unbedingt einen speziellen Räucherofen oder teures Zubehör. Das klappt auch in Ihrem Backofen zu Hause. Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie in Ihrem Backofen räuchern können und was Sie dazu benötigen.

Räuchern im Backofen – das benötigen Sie dafür

Beim Räuchern handelt es sich um eine alte Technik, mit der Fleisch oder Fisch haltbar gemacht werden können. Auch heute noch ist die Technik sehr beliebt, da sie dem Essen eine rauchige Note verleiht und dazu dient, den Geschmack zu veredeln.

  1. Um zu Hause zu räuchern, benötigen Sie entweder einen unbeschichteten Bräter oder einen passenden Topf. Weiterhin brauchen Sie ein Dampfkörbchen oder ein Gitter. Auch Holzmehl oder Räuchermehl sollten Sie zur Hand haben.
  2. Im späteren Verlauf ist der Geschmack davon abhängig, welches Holz für die Herstellung des Räuchermehls verwendet wurde. Sehr beliebt sind die Baumarten Ahorn, Eiche, Kirsche, Buche und Kastanie.
  3. Weiterhin wird das Aroma dadurch beeinflusst, wenn Sie zum Räuchermehl noch Kräuter oder Gewürze geben. Je nach Geschmack können Sie hier die Kräuter auswählen und beispielsweise Thymian oder Rosmarin aus dem Garten verwenden. Auch Salbei, schwarzer Tee, Wacholderbeeren oder Zimtstangen sind beliebt.
  4. Wenn Sie Fisch räuchern möchten, dann eignen sich in erster Linie Lachs, Saibling und Forelle. Als Fleisch sind die Sorten Wild, Rind und Entenbrust zu empfehlen. Sind Sie Vegetarier, so haben Sie die Möglichkeit, Gemüse wie Kürbis, Süßkartoffel, Fenchel und rote Beete zu räuchern.
  5. Sie sollten immer darauf achten, dass während des Räuchervorgangs die Abzugshaube Ihrer Küche angeschaltet ist. Der Backofen ist nicht luftdicht, weshalb immer ein wenig Rauch daraus entweichen kann. Außerdem müssen Sie nach dem Räuchern das Räuchermehl stets komplett abkühlen lassen. Erst danach können Sie es entsorgen.
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Wie räuchert man Fisch, Fleisch und Gemüse? Eine Anleitung

Nachdem Sie sich entschieden haben, was genau Sie räuchern möchten, sollten Sie sich alle Utensilien bereitlegen und mit dem Räuchern anfangen. Bereiten Sie die Bräter oder den Topf entsprechend vor: Zuerst kommt das Räuchermehl auf den Boden des Behältnisses. Auch die Kräuter oder Gewürze, die Sie verwenden möchten, legen Sie auf das Räuchermehl. Legen Sie anschließend das Gitter in den Bräter.

  1. Den Fisch müssen Sie in gleichgroße Stücke schneiden und grobes Meersalz darüber streuen. So garniert legen Sie den Fisch auf das Gitter in den Bräter.
  2. Nun zünden Sie das Räuchermehl mit einem kleinen Brenner an, verschließen den Topf mit dem Deckel und stellen den Topf in den Ofen. Stellen Sie die Temperatur des Ofens auf 50 Grad Celsius ein. Die Dauer des Räucherns hängt davon ab, wie groß Sie die Stücke geschnitten haben.
  3. Wenn Sie Fleisch räuchern, dann verwenden Sie am besten ein Fleischthermometer, damit Sie genau wissen, wann es gar ist. Bevor Sie die Fleischstücke zum Räuchern in den Topf geben, sollten Sie diese von jeder Seite kurz scharf anbraten.
  4. Dann legen Sie das Fleisch auf das Gitter. Stecken Sie das Fleischthermometer an der dicksten Stelle ein und zünden das Räuchermehl an. Bei 85 Grad Celsius stellen Sie den mit dem Deckel verschlossenen Bräter in den Ofen. Sie können das Fleisch nun so lange räuchern, bis es die gewünschte Temperatur hat.
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Um Gemüse zu räuchern, sollten Sie es zuvor in Salzwasser blanchieren. Lassen Sie es anschließend kurz trocknen. Ansonsten können Sie wie beim Räuchern von Fleisch oder Fisch verfahren. Optimal ist es, wenn Sie das Gemüse für eine halbe Stunde bei 100 Grad Celsius im Ofen räuchern. Guten Appetit!

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