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Läusebefall bei Orchideen – wie wird man sie wieder los?

Orchideen Läuse

Leider können auch Orchideen Läuse bekommen. Sie können jedoch etwas dagegen tun und müssen Ihre Orchideen nicht gleich entsorgen. In jedem Fall müssen Sie schnell handeln, wenn Sie die ersten Läuse entdecken. Die Läuse vermehren sich rasend schnell. Wie Sie gegen die Läuse vorgehen können, erfahren Sie nachfolgend in diesem Artikel.

Orchideen haben Läuse – was hilft?

In der Regel leiden Orchideen unter Wollläusen oder Schmierläusen, wenn es sich um einen Befall mit Läusen handelt. Die beiden Läusearten gehören zu der Familie der Schildläuse.

  1. Wollläuse sind circa 5 Millimeter groß und haben ein weißes Gespinst aus Wachs um sich herum. Deshalb kommt der Eindruck auf, als würden sich auf der Orchidee Wattestückchen befinden. Schmierläuse dagegen sind fettig umhüllt und sehen nach Puder aus.
  2. Die Läuse befallen im Regelfall die ganze Pflanze. Von den Wurzeln bis hin zu den Trieben sind die Läuse am Werk. Das Ungeziefer saugt den Pflanzensaft ab und hinterlässt anschließend einen schmierigen Film aus Honigtau, in dem schädliche Sekrete enthalten sind.
  3. Stellen Sie also fest, dass Ihre Orchideen von einem schleimigen und klebrigen Film überzogen sind, können Sie von einem Läusebefall ausgehen. Auch verfärbte Blätter sind ein eindeutiger Hinweis.
  4. Wenn Sie zu spät reagieren, wird die Orchidee ihre Blätter verlieren und eingehen.
  5. Sobald Sie die Läuse erkannt haben, müssen Sie den Schaden so gut es geht eingrenzen. Sollten mehrere Pflanzen nebeneinanderstehen, dann trennen Sie die befallenen Pflanzen umgehend von den gesunden Pflanzen.
  6. Oft kommt es vor, dass Sie das Ungeziefer über neu gekaufte Pflanzen nach Hause bringen. Deshalb ist es empfehlenswert, die neuen Blumen zu inspizieren und vorbeugend zu behandeln. So kann kein Ungeziefer auf Ihre alten Pflanzen überspringen.

Läuse bei Orchideen bekämpfen – so müssen Sie vorgehen

Versuchen Sie zuerst die Läuse mit schonenden Hausmitteln zu bekämpfen.

  1. Zuerst müssen Sie die Pflanzen umtopfen. Die alte Erde sollten Sie so gründlich wie möglich von den Wurzeln entfernen. Spülen Sie die Wurzeln der Orchideen hierzu mit Wasser ab.
  2. Schneiden Sie im nächsten Schritt die Blüten ab, da Sie an diesen Stellen die Läuse und Eier nicht so gut einzeln entfernen können.
  3. Den zuvor genutzten Blumentopf müssen Sie ebenfalls gut reinigen, bevor Sie wieder eine Pflanze hinein pflanzen.
  4. Anschließend können Sie die Blätter der Pflanzen mit Spiritus oder Paraffin behandeln. Geben Sie einige Spritzer der Substanz auf ein Tuch und reiben die Blätter damit sauber.
  5. Ebenso ist es möglich, hierzu eine Mischung aus Pflanzenöl, Wasser und Spülmittel zu verwenden. Zunächst geben Sie zwei Esslöffel Oliven – oder Rapsöl in einen Liter Wasser. Dann kommt ein Spritzer Spülmittel hinein. Diese Behandlung müssen Sie mehrmals an einigen Tagen hintereinander wiederholen.
  6. In der Wohnung ist diese Methode zwar etwas ungewöhnlich, aber dennoch effektiv: Setzen Sie gegen das Ungeziefer Insekten wie die Schlupfwespe oder die Florfliege ein. Auch der australische Marienkäfer kann ein nützlicher Helfer sein. Er ist nicht nur schön anzusehen, sondern kann ohne Probleme 250 Läuse verzehren. Solche Schädlingsbekämpfer können Sie für wenig Geld im Fachhandel erwerben. Ein australischer Marienkäfer kostet 1 bis 2 Euro.
  7. Möchten Sie lieber mit Chemie gegen die Läuse auf den Orchideen vorgehen, dann finden Sie im Handel auch chemische Schädlingsbekämpfungsmittel. Diese sind nicht so schonend wie Hausmittel, aber effektiv.

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