Bereits seit je her sind Schlehen eine beliebte Frucht, die nicht nur zur Grundstücksbegrenzung eingesetzt wird. Die Beeren haben einen herben und säuerlichen Geschmack, weshalb sich der Verzehr der Früchte anfühlt, als würde sich der Mund zusammenziehen. Ob Schlehen giftig sind oder ob Sie diese bedenkenlos verzehren können, erfahren Sie nachfolgend in diesem Artikel.

Schlehen essen – deshalb müssen Sie vorsichtig sein

Der Geschmack von Schlehen ist stark säuerlich und zieht im wahrsten Sinne des Wortes den Mund zusammen. Ebenso wirken die Sträucher nicht sehr einladend. Diese besitzen lange Dornen, die in alle Richtungen abstehen und schon manchem Wanderer den Weg versperrt haben. Trotzdem ist es bekannt, dass schon in der Steinzeit die Menschen Schlehen verzehrt haben.

  1. Kerne: Wie andere Steinobstarten enthalten auch die Früchte des Schlehdorns in den Kernen den Pflanzenstoff Amygdalin. Darin ist Blausäure enthalten. Aus diesem Grund müssen Sie auf den Verzehr der Kerne verzichten.
  2. Fruchtfleisch: Bei dem Fruchtfleisch sieht es anders aus. Dieses ist nicht giftig und somit zum Verzehr geeignet. Am besten ernten Sie die Früchte nach dem Frost. Alternativ können Sie diese auch in der Tiefkühltruhe durchfrieren lassen. Durch den Frost sorgen Enzyme dafür, dass die bitteren Gerbstoffe der Schlehen abgebaut werden. Der Geschmack ändert sich und die Früchte schmecken nicht mehr bitter.
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Produkte aus Schlehen – deshalb sind die Früchte gesund

Man stellt aus Schlehen schon seit langer Zeit Liköre wie “Schlehenfeuer” her. Weiterhin können Sie die Früchte zur Herstellung eines schmackhaften Gelees oder Sirups verwenden. Die länglichen Früchte enthalten viel Vitamin C. In der Volksmedizin werden auch die Blüten und Blätter genutzt. Ein Fruchtmus aus den Beeren oder ein bis zwei Esslöffel Saft können am Morgen den Appetit anregen.