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So entstehen Meeresströmungen – interessante Informationen

Meeresströmungen Entstehung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Meeresströmungen eigentlich entstehen? Auf der Welt machen die Ozeane einen sehr großen Teil aus. Durch die Bewegungen in den Ozeanen wird auch das Klima auf der Erde beeinflusst. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Meeresströmungen unter dem Einfluss von Salz, Wind und Mond entstehen.

Meeresströmungen – diese Faktoren sorgen für die Entstehung

Die Transportbewegungen von Wassermassen im Ozean nennt man Meeresströmungen. Die Strömungen verlaufen entweder vertikal, horizontal oder beständig. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von 35 bis 60 Kilometern am Tag. Das Wasser an der Oberfläche sowie in der Tiefe des Meeres ist durch die Strömungen immer in Bewegung. Dafür sind zahlreiche unterschiedliche physikalische Mechanismen verantwortlich.

  1. Temperatur: Der erste Grund für die Bildung einer Meeresströmung ist der Temperaturunterschied. An der Oberfläche hat das Wasser an unterschiedlichen Orten eine andere Temperatur. Fließt dann zum Beispiel warmes Wasser in Richtung Norden, kühlt es auf dem Weg dorthin ab. Die Dichte im Wasser erhöht sich, das Wasser sinkt ab und bildet auf diese Weise eine Tiefenströmung.
  2. Wind: Der Wind hat ebenso einen großen Einfluss auf das Wasser. Der Reibungswiderstand vom Wind auf der Wasseroberfläche erzeugt Energie, die eine Oberflächenströmung entstehen lässt. Man nennt eine Oberflächenströmung auch Driftströmung. Je nachdem, von wo der Wind kommt und um welche Art von Wind es sich handelt, können andere Strömungen entstehen.
  3. Salzgehalt: Ebenso ein wichtiger Punkt ist der Salzgehalt des Wassers. Durch die Sonneneinstrahlung und unterschiedlich hohe Verdunstungsraten steigt mit höherem Salzgehalt auch die Dichte des Wassers. Auf diese Weise können weitere Meeresströmungen entstehen.
  4. Mond: In der Nähe der Küste hat auch die Anziehungskraft des Mondes eine wichtige Bedeutung für die Bildung von Meeresströmungen. Der Mond ist für die Gezeiten verantwortlich und erzeugt dadurch die Küstenströmungen. Prallt das Wasser auf die Küste, entstehen aufgrund dessen weitere Wasserbewegungen auf dem Meer.

Meeresströmungen haben einen Einfluss auf das Klima der Erde

Zu 71 Prozent besteht die Erdoberfläche nur aus Wasser. Das Wasser ist in ständiger Bewegung, da sich darin unterschiedliche Meeresströmungen befinden. Deshalb wirken sich die Strömungen auch auf das Klima der Welt aus. Hier erfahren Sie, wie genau:

  1. Die Ozeane sind dazu in der Lage, Wärme zu speichern, zu transportieren und ebenso auch wieder freizugeben. Erwärmt sich das Wasser der Ozeane, dann verändern sich gleichzeitig die Lebensbedingungen für die darin lebenden Tiere und Pflanzen. Beispielsweise sterben durch die Klimaerwärmung viele Korallenriffe ab.
  2. Die Temperatur des Ozeans beeinflusst zusätzlich das Wetter. Das hat zur Folge, dass Monsuns entstehen oder auch Stürme gebildet werden. In der Regel können diese Phänomene aber durch die Meeresströmungen bis zu einem gewissen Grad wieder ausgeglichen werden.
  3. Eine Kombination von Meeresströmungen sorgt für einen großen globalen Kreislauf, den man thermohaline Zirkulation nennt. Diese Zirkulation verbindet vier von fünf Ozeanen miteinander. Auf diese Weise ist es möglich, dass salzreiches und zudem kaltes Wasser aus dem Nordatlantik in den indischen Ozean oder auch den Pazifik strömen kann.

Wie Sie sehen, ist die Entstehung von Meeresströmungen eine komplexe Sache. Auch das Zusammenspiel der Meeresströmungen und weitere Faktoren haben einen immensen Einfluss auf das Klima der Welt.

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