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Was wäre das iPhone ohne Apps?

Was wäre das iPhone ohne Apps?

Telefonieren und SMS schreiben kann jedes Handy – letztendlich sind es die Apps, die das iPhone zu einem besonderen Erlebnis machen. Hunderttausende der praktischen kleinen Alltagshelfer stehen mittlerweile im iTunes App Store zum Download bereit, der Großteil davon ist kostenlos oder für ein paar Cent erhältlich. In diesem Angebot zwischen nützlichen Helfern und untauglichen Speicherfressern zu unterscheiden, ist derweil nicht einfach – ein kurzer Überblick der beliebtesten iPhone-Apps.

Messenger: Geld sparen bei mehr Komfort
Eine beispiellose Erfolgsgeschichte schrieb Skype schon lange vor der Einführung des iPhones: Millionen Menschen nutzen den Internettelefonie-Anbieter weltweit, um über Landesgrenzen hinweg kostenlos zu telefonieren und mittels Webcam ihr Gegenüber zu sehen. Auch die iPhone-App gehört zu den populärsten Downloads im App Store, kann mittels der Frontkamera des iPhones doch kostenlos videotelefoniert werden. Weil hierbei eine enorme Datenmenge übertragen wird, bietet sich an, Skype nur im WLAN zu nutzen. Ein weiterer populärer Messenger ist WhatsApp: Trotz der steigenden Verbreitung von SMS-Flatrates ist der Austausch von Textnachrichten über das Internet uneingeschränkt populär. Außerdem bietet WhatsApp auch die Möglichkeit, Bilder, Videos oder seinen via GPS ermittelten Standort kostenlos vom iPhone zu anderen Smartphones zu schicken. Im Fahrwasser von WhatsApp schwimmen konkurrierende Apps wie Viber, die ähnliche Features aufweisen, hinsichtlich der Verbreitung aber deutlich hinter dem Marktführer angesiedelt sind.

Soziale Netzwerke: Kurz geteilt
Kaum ein iPhone, auf dem sich nicht mindestens eine App der zahlreichen sozialen Netzwerke findet. Uneingeschränkter Spitzenreiter ist dabei Facebook, das Unternehmen aus Palo Alto verzeichnet mittlerweile Nutzerzahlen in Milliardenhöhe. Mittels der App werden Gedanken und Fotos auch unterwegs geteilt, eine zusätzliche Facebook Messenger-App ermöglicht zudem den direkten Kontakt mit Freunden. Auch die anderen sozialen Netzwerke setzen ganz darauf, dass die Nutzer auch unterwegs ihre Gedanken oder Fotos teilen: Die Microblogging-Plattform Twitter wurde durch das Aufkommen von iPhone & Co. erst zu dem, was es heute ist, selbst viele Prominente teilen auf 140 Zeichen ihren Fans regelmäßig ihre Gefühle mit. Eher auf Bilder, denn auf Texte setzen Pinterest und Instagram, vor allem das Zweitgenannte setzt ganz auf bearbeitete Handy-Schnappschüsse, die im Freundeskreis geteilt und kommentiert werden.

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Unterwegs: Bus, Bahn, Taxi, Mitfahren
Kaum ein Bahnhof, an dem man nicht zahlreiche Passagiere hektisch auf den Smartphones tippen sieht. Kein Wunder: Die Deutsche Bahn bietet nicht nur live aktualisierte Fahrpläne und Verbindungsinformationen (DB Navigator), sondern rüstet das iPhone auch noch zum Fahrschein um (DB Tickets). Auch viele lokale Nahverkehrsbetriebe haben Apps mit ähnlichen Funktionen veröffentlicht, der Berliner BVG setzt beispielsweise auf iFahrinfo, ÖPNV-Tickets werden mit Handyticket digital gekauft und verwaltet. Wer sich lieber selbst ans Steuer setzt, kann auf die zahlreichen Navigations-Apps zurückgreifen, um sich auch in fremden Städten sicher zurechtzufinden: Navigon oder Tomtom sind sehr zuverlässig, aber nicht ganz günstig, die Preis-Leistungs-Pokale gehen an das kostenlose, werbefinanzierte NavFree. Nur Apples vorinstallierte Karten-App Apple Maps findet aufgrund schlechten Kartenmaterials wenig Anklang. Einmal unterwegs zeigt Clever Tanken die günstigsten Benzinpreise in der Umgebung an, blitzer.de und Stau Mobil warnen auf längeren Strecken vor unangenehmen Überraschungen. Gänzlich gefeit vor Blitzern ist man als Beifahrer, die App mitfahrgelegenheit.de ermöglicht, für fast jede Verbindung einen günstigen Platz auf der Rückbank privater Anbieter zu finden und ist vor allem bei Studenten und jungen Menschen sehr beliebt.

Reisen: Günstig ankommen, charmant unterkommen
Geht es auf größere Reisen, empfiehlt sich vor der Buchung ein Blick auf SkyScanner oder Momondo: Die beiden Preisvergleiche sind die beliebtesten Apps, um günstige Flugverbindungen zu finden. Einmal angekommen, hat die aktive Community von TripAdvisor für (fast) jede Destination bereits eine breite Auswahl an Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten mit Bewertungen zusammengestellt. Eine charmante und preiswerte Alternative, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut, ist die private Vermietung von (Ferien-)Wohnungen, etwa über die Plattform Airbnb.

Nachrichten: Nach eigenem Gusto zusammengestellt
Eines der beliebtesten Anwendungsgebiete des iPhones ist die Nutzung als Ersatz der Tageszeitung. Nachrichtenaggregatoren wie Flipboard bringen News aus aller Welt in kompakter Form auf den Bildschirm, perfekt komprimiert, um beim Frühstück oder in der U-Bahn einen die wichtigsten Schlagzeilen des Weltgeschehens zu überfliegen. Die Verlage sind sich noch nicht sicher, ob das iPhone für sie den Sargnagel oder eine riesige Chance darstellt, haben die Verhältnisse aber weitgehend adaptiert. Die Apps der Zeitungen und Zeitschriften, vor allem Spiegel Online, Bild und die Süddeutsche Zeitung, gehören zu den beliebtesten Downloads im deutschen App Store.

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Nutzung der Umgebung
Bereiten die Nachrichten-Apps in erster Linie auf, was sich in anderer Form im Internet findet, nutzen einige Apps auch ganz spezifische Eigenheiten des Smartphones. Großer Beliebtheit erfreuen sich zunächst Apps wie Barcoo und i-nigma, die die Kamera des iPhones nutzen, um beim Shopping den Strichcode eines Produkts zu scannen. Ein Preisvergleich im Internet und die Rezensionen anderer Käufer warnen vor eventuell überteuerten Fehlkäufen. Das Mikrofon statt der Kamera nutzen Shazam und Soundhound: An eine Musikquelle gehalten, zeigen sie nach kurzen Zuhören Interpret und Titel des Liedes, verlinken die Möglichkeit, den Titel auf iTunes oder YouTube zu hören und blenden mitunter gar die Songtexte ein.

Music in the air
Allgemein hat das iPhone mit der Einführung von Musik-Streamingdiensten wie Spotify und simfy dem klassischen MP3-Player und iPod als Musik-Wiedergabegerät den Rang abgelaufen. Kostenlos (mit Werbeunterbechungen) bzw. nach Abschluss eines relativ günstigen monatlichen Abonnements kann sich der Nutzer mittels dieser Streaming-Dienste Millionen von Liedern anhören, in Playlists zusammenstellen und im Cache speichern, um auch ohne Internetverbindung weiter Musik hören zu können. Die Kundenzahl dieser Dienste steigt rapide, Millionen Nutzer wählen schon das Streaming, anstatt sich Tracks oder Alben einzeln zu kaufen. Wer lieber neue Musik entdecken möchte, ist mit Apps wie TuneIn Radio oder allRadio gut beraten, die Tausende Online-Radiostreams auf das iPhone bringen.

Sport: Körperlich fit mit dem iPhone
Besonders beliebt ist die Kombination von Musik und Sport im iPhone: Die GPS-Funktionen ermöglichen es zum Beispiel Läufern oder Radfahrern die gelaufene bzw. gefahrene Strecke recht genau nachzuverfolgen. Eigenständige Apps wie Runkeeper oder Runtastic leisten dies ebenso wie die Apps von den Sportartikel-Herstellern selbst: miCoach von adidas oder Nike+ kommunizieren zum Teil gar mit den Schuhen, um die gelaufene Strecke und Zeit verlässlich aufzuzeichnen. Daraus wird ein Trainingstagebuch erstellt und der Fortschritt jederzeit festgehalten, besonders Eifrige können ihre Erfolge gar auf Facebook teilen. Wer lieber Gewichte stemmt, statt durch den Wald zu hecheln, kann mit JeFit seine Übungen dokumentieren.

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Dropbox & Co.: Nicht nur Spielerei
Sind die bisher vorgestellten Apps vor allem auf Freizeit-Vergnügen ausgelegt, finden sich im App Store natürlich auch für Berufstätige einige Tools, die den Alltag immens erleichtern. Die Apple-Produkte Pages, Numbers und Keynote lassen Text- und Tabellen-Dokumente sowie Präsentationen auch unterwegs überarbeiten. Der Austausch mit Kollegen kann traditionell via E-Mail stattfinden – nahezu jeder Mail-Anbieter vom Gmail bis Web.de bietet eine eigene App. Noch populärer sind aber Cloud-Dienste wie Dropbox oder Sugar Sync: Online-Festplatten, auf die mehrere Nutzer gleichzeitig zugreifen und ihre Dateien so austauschen können. Wer viel in internationalen Teams arbeitet, spart sich mit den Übersetzungs-Apps von LEO, Dict.cc oder Lingvo einiges Kramen im Wörterbuch.

Längst nicht alles
Das ist nur ein kurzer Überblick über einige der beliebtesten iPhone-Apps – jeden Tag kommen neue Programme in die Bibliothek, die die vorhandenen ergänzen und verbessern oder gar gänzlich neue Ansätze einbringen. Es wird auch in den nächsten Jahren spannend zu beobachten sein, welche Möglichkeiten die neuen Entwicklungen mit sich bringen.

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