Einmal haben Sie kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Die Milch kocht über. In diesem Artikel erfahren Sie, weshalb die Milch eigentlich überkocht und was Sie vorbeugend dagegen tun können.

Milch kocht über – das ist der Grund

Das führt dazu, dass die Milch im Topf überkocht:

  1. Die Milch besteht aus nahezu 100 unterschiedlichen Bestandteilen. Das Überkochen passiert jedoch nur aufgrund der zwei Stoffe Eiweiß und Wasser.
  2. In der Milch bildet das Eiweiß lange gefaltete Ketten, die Sie sich ähnlich wie eine gewundene Telefonschnur vorstellen können.
  3. Wenn Sie die Milch erhitzen, dann denaturiert das Eiweiß und entfaltet sich in diesem Moment. Ab einer Temperatur von 75 Grad kommt es dazu.
  4. An der Oberfläche bilden die denaturierten Eiweiße eine Haut.
  5. Das Wasser kommt an dieser Stelle ins Spiel. Der Wasserdampf möchte aufsteigen, die Haut versperrt diesem jedoch den Weg. Wenn der Wasserdampf dann in Form von Luftblasen nach oben steigt, werden diese von der Haut umschlossen. Das Platzen, welches auch beim Wasserkochen passiert, wird hierdurch verhindert.
  6. Mit der Zeit bilden die umschlossenen Blasen einen Schaum, durch den die Milch noch mehr isoliert wird. Die Milch wird noch heißer und bildet weitere Luftblasen, die aufsteigen.
  7. Das führt dazu, dass die Schaumschicht immer dicker wird und die Milch letztendlich überkocht.
Tipp:  Wie friert man Knödel richtig ein? So geht es

Wie verhindert man das Aufkochen der Milch? Hilfreiche Tipps

Sie haben zwei Möglichkeiten, wie Sie das Überkochen der Milch verhindern können. Zum einen können Sie die Milch stetig umrühren. Auf diese Weise zerstören Sie die Eiweißhaut und vermeiden somit, dass sich Schaum bildet. Zum anderen können Sie mit Fett vorbeugen. Kochen Sie Milch, dann geben Sie ein Stück Butter in die Milch. Durch das Fett wird die Bildung der Eiweißhaut verhindert und die Milch kann nicht überkochen.